Am Morgen noch einmal dreizehn Zecken ins Jenseits befördert. Scheint so als befände sich das Nest dort wo Phönix im Garten liegt. Am Abend hatte er Knoblauch im Futter, so fanden wohl nur noch vereinzelte ihr Ziel - und den verdienten Tod.
Bis zum Nachmittag mit vereinten Kräften und einer Zugwinde endlich die Ersatzdeichsel gelöst. Der Holzstiel hatte sie innerlich zum Guten verstärkt, weshalb sie bis nach Schongau hielt und sicher noch etwas länger gehalten hätte, doch genau der Holzstiel hatte sie noch fester in die Führung verankert.
- "Befreiungsversuche bis zum Lösen der Deichsel bei Gelegenheit via Foto- & Videodokumentation hier. -
Die Stahldeichsel war etwas zu schmal - ein 26er Rohr statt eines 28ers, doch weitaus besser als gar keines. Mittels Klebeband verwandelten wir es in ein 28er. Ein vorgebohrtes Loch konnte man nutzen um es in der Führung unter dem Wagen zu verschrauben, das zweite passte natürlich nicht, wäre auch ein Wunder gewesen. Mit bloßem Augenmaß lassen sich diese schräg gebohrten Löcher nicht treffen. - Also auf zu einem befreundeten Mechaniker der sympatischen & hilfsbereiten Familie die mich für zwei Tage herzlich aufnahm.
Bis zum Mechaniker war es schon halb acht Abends. Auf dem Weg von einer netten Dame eine Lebensmittelspende für meinen Hund erhalten. Der Mechaniker verrichtete seine Arbeit schnell und professionell. Vom Projekt war er so angetan das er gerne half und noch zwei Powerriegel mit seinen guten Wünschen auf den Weg gab. "Nächstes Frühjahr komm ich euch vielleicht besuchen!" - "Gern." erwiederte ich und machte mich endlich weiter auf den Weg richtung Alpen. - Nach Füssen waren es noch 36 Kilometer.
Der Weg war angenehm das Panorama herrlich - Blick auf die Alpen, Wiesen, Felder, Kühe. Wenn wir durch die Dörfer fuhren winkten uns die Leute freundlich zu. So kamen wir tatsächlich noch gute 15 Kilometer bis es dämmerte und mein Magen Aufmerksamkeit verlangte. Eine Wirtschaft lag zu meiner linken. Der Wirt stellte als erstes einen großen Wurstteller her - für Phönix. Dann spendierte er mir ein Schnitzel und ein Helles zum Runterspülen. Während dem Essen beantwortete ich gerne die Fragen interessierter Gäste. Zum Abschied empfahl mir der Wirt noch einen guten Schlafplatz, etwa fünf Kilometer weiter an einem Weiher. Danke Navi und seiner Beschreibung fanden wir auch im Dunkeln gut hin.
Der Sternenhimmel war eine Pracht! So viele Sterne hatte ich noch nie gesehen. War es auch Stockfinster am Weiher. Die herrliche Sicht auf entfernte Sterne wurde begleitet von einem imposannten Froschkonzert. Es schien als ob jeder Stern seinen Frosch hätte, oder umgekehrt. Trotz oder gerade wegen dem lauten Konzert konnte ich gut schlafen.






